Installation und erste Schritte
FG Multilang WP wird als WordPress-Plugin installiert. Bei der Aktivierung legt das Plugin seine Datenbanktabellen und Standardoptionen an und erzeugt eine deutsche Default-Sprache sowie Englisch als aktive Zusatzsprache.
Systemvoraussetzungen
Section titled “Systemvoraussetzungen”- WordPress 5.7 oder neuer.
- PHP 7.4 oder neuer.
- Schreibzugriff von WordPress auf die eigene Datenbank.
- Eine Pretty-Permalink-Struktur wird für sprachpräfixierte URLs wie
/en/empfohlen; der integrierte Diagnosecheck bewertet Plain Permalinks als Problem.
Advanced Custom Fields ist optional. Ohne ACF bleiben die übrigen Plugin-Funktionen aktiv, ACF-spezifische Kopier- und Options-Funktionen stehen dann nicht zur Verfügung.
Installation
Section titled “Installation”- Das Plugin-ZIP in WordPress unter Plugins → Installieren → Plugin hochladen auswählen.
- Das Plugin aktivieren.
- Den Bereich FUNCKGROUP → Multilang → Setup öffnen.
- Die unter Erste Konfiguration genannten Punkte kontrollieren.
Bei der Aktivierung legt FG Multilang WP die Tabellen wp_fgml_languages und wp_fgml_translations an. Das tatsächliche Tabellenpräfix entspricht dem WordPress-Präfix der Installation.
Was bei der Aktivierung automatisch angelegt wird
Section titled “Was bei der Aktivierung automatisch angelegt wird”Eine neue Installation erhält folgende Sprachen:
| Sprache | Code | Locale | URL-Prefix | Aktiv | Default |
|---|---|---|---|---|---|
| Deutsch | de |
de_DE |
leer | ja | ja |
| English | en |
en_US |
en |
ja | nein |
Außerdem sind page und post sowie die Taxonomien category und post_tag standardmäßig als übersetzbar aktiviert.
Nach der Aktivierung wird ein Rewrite-Flush für einen folgenden init-Lauf vorgemerkt. Das Plugin führt den Flush absichtlich nicht direkt im Aktivierungsrequest aus, weil die sprachabhängigen Rewrite-Regeln zu diesem Zeitpunkt noch nicht zuverlässig vollständig registriert sein müssen.
Erste Konfiguration
Section titled “Erste Konfiguration”1. Sprachen prüfen
Section titled “1. Sprachen prüfen”Unter Sprachen können Code, Locale, Name, nativer Name, URL-Prefix, Aktivstatus und Sortierung verwaltet werden.
Die Default-Sprache wird vom Plugin immer aktiviert und erhält beim Speichern einen leeren URL-Prefix. Jede aktive Zusatzsprache sollte einen eindeutigen Prefix besitzen.
Weitere Details stehen unter Konfiguration: Sprachen.
2. Inhaltstypen und Taxonomien auswählen
Section titled “2. Inhaltstypen und Taxonomien auswählen”Unter Inhaltstypen & Slugs werden öffentliche Post Types aktiviert. Für Custom Post Types können pro Sprache eigene URL-Slugs hinterlegt werden.
Unter Taxonomien werden öffentliche Taxonomien für Übersetzungen aktiviert. Auch hier sind sprachabhängige Slugs möglich.
3. Menüs und Sprachumschalter prüfen
Section titled “3. Menüs und Sprachumschalter prüfen”Das Plugin kann je Theme-Location ein WordPress-Menü pro Sprache zuweisen und Menüeinträge automatisch auf vorhandene Übersetzungen umstellen.
Standardmäßig ist der automatische Sprachumschalter aktiviert und für alle Menüs vorgesehen. Die Ausgabe sollte deshalb nach der Aktivierung bewusst geprüft und bei Bedarf eingeschränkt werden.
4. Bestehende Inhalte vorbereiten
Section titled “4. Bestehende Inhalte vorbereiten”Bei einer bereits bestehenden Website sollte unter Tools → Bestehende Inhalte vorbereiten einmal die vorhandene Datenbasis vorbereitet werden.
Das Werkzeug:
- setzt bei übersetzbaren Posts ohne Sprach-Meta die Default-Sprache,
- erzeugt beziehungsweise vervollständigt Übersetzungsgruppen,
- führt dasselbe für aktivierte Taxonomien aus.
Es übersetzt keine Inhalte automatisch.
5. Permalinks und Diagnose prüfen
Section titled “5. Permalinks und Diagnose prüfen”Unter Status & Diagnose kontrolliert das Plugin unter anderem:
- Anzahl aktiver Sprachen,
- gültige Default-Sprache,
- Prefixe der Zusatzsprachen,
- Pretty Permalinks,
- ausstehenden Rewrite-Flush,
- Sprachversionen einer statischen Startseite,
- ACF-Verfügbarkeit,
- Sprachumschalter,
- mögliche Slug-Konflikte.
Nach Änderungen an Sprachen oder Slugs kann unter Tools ein Rewrite-Flush manuell ausgelöst werden. Alternativ kann die WordPress-Permalinkseite gespeichert werden.
Erste Übersetzung anlegen
Section titled “Erste Übersetzung anlegen”Für aktivierte Post Types ergänzt FG Multilang WP im Editor eine Sprach-/Übersetzungsbox und in Listen entsprechende Aktionen.
Beim Anlegen einer neuen Sprachversion erstellt das Plugin einen Entwurf. Der neue Post übernimmt wesentliche Inhalte, Taxonomien und Metadaten des Originals. Titel und Slug erhalten zunächst einen Sprachzusatz, damit die neue Sprachversion eindeutig bleibt und redaktionell bearbeitet werden kann.
Die Details zur Kopier- und Verknüpfungslogik stehen unter Übersetzungen und Routing.
Prüfung nach der Installation
Section titled “Prüfung nach der Installation”Eine sinnvolle Mindestprüfung umfasst:
- Default-Startseite öffnen.
- Zusatzsprach-Startseite, zum Beispiel
/en/, öffnen. - Eine Seitenübersetzung anlegen und veröffentlichen.
- Sprachumschalter auf beiden Sprachversionen prüfen.
- Falls vorhanden, einen Custom Post Type und eine Taxonomie mit Sprach-Slug prüfen.
- Unter Status & Diagnose sicherstellen, dass keine unerwarteten Prefix- oder Slug-Konflikte gemeldet werden.
Deaktivierung
Section titled “Deaktivierung”Bei der Deaktivierung löscht FG Multilang WP keine Inhalte, Optionen, Sprachdaten oder Übersetzungsgruppen. Es führt lediglich flush_rewrite_rules(false) aus.
Deinstallation
Section titled “Deinstallation”Standardmäßig bleiben die Plugin-Daten auch beim Löschen des Plugins erhalten.
Nur wenn zuvor Plugin-Daten beim Löschen entfernen aktiviert wurde, entfernt uninstall.php:
- die Tabellen
fgml_languagesundfgml_translations, - die Option
fgml_options, fgml_db_version,fgml_needs_rewrite_flush.
Auch bei aktivierter Löschoption bleiben Post- und Term-Metadaten wie _fgml_lang, _fgml_group, _fgml_status, _fgml_source und _fgml_media_* erhalten. Sprachabhängige ACF-Optionswerte sowie gemeinsam genutzte FG-Core-Optionen werden von der Deinstallationsroutine ebenfalls nicht entfernt.
Vor einer endgültigen Deinstallation empfiehlt sich deshalb ein Datenbank-Backup. Das im Plugin vorhandene Zuordnungs-Backup ist ausdrücklich kein vollständiges WordPress-Backup.